Theoretische Ausbildung am SBT-Institut
Gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJPsychTh-APrV) umfasst die theoretische Ausbildung die Vermittlung von Grundkenntnissen (200 Stunden). Darauf folgt die vertiefte Ausbildung (400 Stunden), die der Erweiterung psychotherapeutischen und psychodiagnostischen Wissens im kurativen, präventiven und rehabilitativen Bereich dient und auch die Vermittlung praktischer diagnostischer und therapeutischer Fertigkeiten umfasst.

Die theoretische Ausbildung findet in Form von mediengestützten Seminaren, Übungen und Vorlesungen statt. Im Rahmen der vertieften Ausbildung werden auch Selbsterfahrungsanteile in die Seminaren integriert, z. B. in Form von Rollenspielen, Übungen und Feedbacks seitens der DozentInnen.
Das Gesetz sieht keine Fehlzeiten vor. Versäumte Theorieseminare müssen nach¬geholt werden.
Über die DozentInnen und SupervisorInnen (vom Landesprüfungsamt anerkannt) werden dieTeilnehmerInnen von der Institutsleitung informiert.

Alle Theorieseminare werden durch die TeilnehmerInnen mittels eines Feedbackbogens am Ende eines Unterrichtsblocks evaluiert. Die Evaluation wird zeitnah ausgewertet, den DozentInnen zugestellt und von der Institutsleitung zur Kenntnis genommen. Dadurch ist es den DozentInnen möglich, die Folgeseminare noch stärker an die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen anzupassen.

Theoretische Ausbildung

A Grundkenntnisse mindestens 200 Stunden

1. Grundlagen normalen und abweichenden Verhaltens im Kindes- und Jugendalter

2. Konzepte über die Entstehung, Aufrechterhaltung und den Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

3. Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapieforschung unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Säuglings- und Kleinkindforschung

4. Diagnostik und Differentialdiagnostik

5. Besondere entwicklungs- und geschlechtsspezifische Aspekte der Persönlichkeit, der Psychopathologie und der Methodik der Psychtherapie verschiedener Altersgruppen

6. Intra- und interpersonelle Aspekte psychischer und psychisch mitbedingter Störungen in Paarbeziehungen, Familien und Gruppen

7. Prävention und Rehabilitation

8. Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

9. Methoden und differentielle Indikationsstellung wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren

10. Dokumentation und qualitative und quantitive Evaluation von psychotherapeutischen Behandlungsverläufen

11. Berufsethik und Berufsrecht, medizinische und psychosoziale Versorgungssysteme, Organisationsstrukturen des Arbeitsfeldes

12. Geschichte der Psychotherapie

 

B Vertiefte Ausbildung mindestens 400 Stunden

1. Theorie und Praxis der Diagnostik, insbesondere
– Erstgespräch, Exploration, Befunderhebung
– Syndromdiagnose und klassifikatorische Diagnose mit Differentialdiagnose, Psychodiagnostik (u. a. Leistungs- und Funktionsdiagnostik, projektive Verfahren)
– Persönlichkeitsdiagnostik, Anamnese (Lebens- und Krankheitsgeschichte), Indikationsstellung (Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Einzel- versus Gruppen- versus Familien-therapie, inkl. Differentialindikation (Kurz- versus Langzeittherapie) und Prognose (günstige und ungünstige Kriterien der Prognose)
– Fallkonzeptualisierung (Verhaltens- (Mikroebene), Bedingungs- (Makroebene), Funktions- und Entwicklungsanalyse, Ressourcenanalyse (individuall und Familie) und Behandlungsplanung (Zielanalyse mit Zielerreichungsskalierung, prozessuale und inhaltliche Therapieplanung) bei Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung der bedeutsamen Beziehungspersonen
– Therapieverlaufskontrolle und Evaluation (Einzelfallanalyse), Qualitätssicherung
– Katamnese
– Eltern- und Familienberatung

2. Rahmenbedingungen der Psychotherapie
– Behandlungssetting (ambulantes, stationäres, Einzel-, Gruppen-, Familiensetting), Strukturierung des Therapieverlaufs (Dramaturgie der Therapiephasen), Einleitung (Aufbau von Veränderungserwartung, Aufbau und einer förderlichen Beziehung)
– Beendigung der Behandlung (Auflösung der therapeutischen Beziehung durch Abschied und Trauer) im Hinblick auf bestehende Abhängigkeit von Beziehungspersonen
– Einrichtung eines Therapieraumes

3. Therapiemotivation und Widerstand des Kindes oder Jugendlichen und seiner bedeutsamen Beziehungspersonen

4. Behandlungskonzepte und Behandlungstechniken sowie deren Anwendung in der Kinder- und Jugendpsychotherapie
– Gesprächsführung mit Kindern und Jugendlichen
– Körpersprachliche Interaktion
– Verhaltenstherapeutische Interventionstechniken (operante und respondente Verfahren, Stimuluskontrolle, Münzverstärkung, Kontingenzmanagement, Verhaltensverträge, Verhaltensformung, Verhaltenskettung, Expositionsverfahren, Rollenspiel, systematische Desensibilisierung)
– Kognitive Interventionstechniken (u.a. Umstrukturierungstechniken, Problemlösetraining, empirische Hypothesenprüfung)
– Regelgeleitetes Verhalten und Modifikation von Regeln
– Imaginationstechniken
– Identifikations- und Modelllernen (u. a. kognitives Modellieren, Betrachten negativer Konsequenzen am Modell)
– Therapeutisches Spiel
– Entspannungsverfahren
– Bildnerisches Gestalten, Phantasie, Märchen, therapeutische Geschichten
– Szenisches Geschehen in der Interaktion zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken
– Familientherapeutische Interventionen
– Komplexe Strategien zur Verhaltensänderung (Training sozialer Kompetenz, Training der Bedürfnis- und Gefühlswahrnehmung und Gefühlskommunikation, Umgang mit Wut (Kontrolle aggressiven Verhaltens), Stressbewältigung)

Störungsspezifische Interventionsstrategien für
– Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter
– Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
– Spezifische Störungen im Lern- und Leistungsbereich
– Umschriebene Entwicklungsstörungen (der Sprache, des Sprechens, schulische Fertigkeiten, Motorik, Lese- und Rechtschreibstörungen, Rechenschwäche)
– Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend (Hyperkinetische Störungen, Störungen des Sozialverhaltens, Emotionale Störungen, Störungen sozialer Funktionen, Tics, Enuresis, Enkopresis, Fütterstörung im frühen Kindesalter, Pica, Stereotype Bewegungsstörung, Stottern, Poltern)
– Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (ängstlich unsicheres Verhalten, aggressives Verhalten, dissoziales Verhalten, zwanghaftes Verhalten, suizidales Verhalten, selbstschädigendes Verhalten, Störungen der Impulskontrolle)
– Neurotische und Emotionale Störungen (Zwang, Ängste, Bindungsstörung, kindliche Phobien, depressive Entwicklung, Aggressivität, Suizidalität)
– Somatoforme Störungen (Schlafstörungen, Schmerz, dissoziative Störung etc.)
– Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, Adipositas)
– Belastungsstörungen (u. a. Misshandlungen, sexueller Missbrauch)
– Tiefgreifende Entwicklungsstörung (Autismus, Rett-Syndrom, Asperger-Syndrom)
– Geistige Behinderung
– Affektive Störungen (Depressionen und Manien)
– Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
– Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (Suchtverhalten)
– Organische einschließlich symptomatischer psychischer Störungen (u. a. chronische Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis, Hämophilie, Diabetes mellitus adrenogenitales Syndrom, Phenylketonurie, Colitis ulcerosa, Ulcus pepticum)

5. Behandlungstechniken bei Kurz- und Langzeittherapie von Kindern und Jugendlichen und den bedeutsamen Beziehungspersonen
Differentialindikation von Kurz- und Langzeittherapie
Planung und Aufbau einer Kurzzeittherapie
Kurzzeittherapie-Techniken

6. Krisenintervention bei Kindern und Jugendlichen und den bedeutsamen Beziehungspersonen Umgang mit suizidalem Verhalten, mit aggressivem Verhalten und mit emotionaler Dekompensation, Maßnahmen bei akuten Psychosen (akute psychiatrische Versorgung)

7. Gesprächsführung mit den Beziehungspersonen des Kindes oder Jugendlichen im Hinblick auf deren psychische Beteiligung an der Erkrankung und auf deren Bedeutung für die Herstellung und Wiederherstellung des Rahmens der Psychotherapie des Patienten
– Angehörigengespräch, Angehörigengruppe
– Einbeziehung einer Bezugsperson in die Therapiestunde
– Mediatoren-Einsatz (Aufbau von entwicklungsförderndem Verhalten)
– Familiengespräch
– Familientherapeutische Interventionen

8. Einführung in die Säuglingsbeobachtung und Einführung in den Umgang mit Störungen der frühen Vater-Mutter-Kind-Beziehung
Vorgehensweise der Beobachtung, Kriterien der Interaktionsbeobachtung, Bindungsverhalten, Vulnerabilität, Trauma und Traumafolgen, Interventionen bei Störungen der frühen Vater-Mutter-Kind-Beziehung.

9. Spezielle Familiendiagnostik und Familientherapie
– Familienpsychologische Grundlegung
– Verschiedene familientherapeutische Ansätze
– Familientherapeutische Störungs- und Therapietheorie
– Verhaltenstherapie mit Familien
– Entwicklungsförderndes Verhalten in der Familie
– Spezifischer Umgang mit Familien
– Familiendiagnostik
– Familientherapeutische Erweiterung der Störungsdiagnostik
– Familientherapeutische Behandlungsplanung und Behandlungsstrategie
– Familientherapeutische Interventionen
– Kommunikationstraining in und mit Familien

Die 200-stündige Grundlagentheorie wird in die Kurse Vertiefung so eingeflochten, dass keine reinen Theorieveranstaltungen resultieren, sondern der theoretische und wissenschaftliche Hintergrund zur Fall- und Therapiearbeit hinzugefügt wird.

Die 400 Stunden Vertiefung finden in Form von Seminaren und Praxiskursen statt. Die Lehrveranstaltungen finden ausschließlich an Wochenenden statt.

Selbsterfahrung
Ehe angehende TherapeutInnen eigenständig mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten beginnen, sollten sie sich selbst in ausreichendem Maße reflektiert haben.
Die Selbsterfahrung ist ein sehr spannender Teil der Ausbildung. Sie befassen sich mit Ihrer eigenen Biographie, ihrem Elternhaus, Ihrer Entwicklung in Kindheit und Jugend, Ihren heutigen Beziehungen und Ihrer heutigen Persönlichkeit. Sie üben sich im Wahrnehmen eigener Gefühle, Bedürfnisse, Ängste und in der Empathie für andere.
Die Selbsterfahrung besteht aus mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung einzeln und in der Gruppe. Oft reicht eine Gruppenselbsterfahrung. Der Ausbildung vorausgehende Selbsterfahrung kann leider gemäß Vorgabe durch die staatliche Ausbildungsverordnung nicht anerkannt werden. Vom Ausbildungsinstitut werden Ihnen jahrgangsbezogene Termine zur Gruppenselbsterfahrung vorgeschlagen, die von den Jahrgangsteilnehmern wahrzunehmen sind. Die Selbsterfahrung findet in der Regel in einer gleichbleibenden Gruppe bei einem Selbsterfahrungsgruppenleiter im ersten Ausbildungsjahr statt. Die Ausbildungsleitung kann Abweichungen der Selbsterfahrung dahingehend vornehmen, dass es im Einzelfall die Stundenzahl zusätzlich erforderlicher Einzelselbsterfahrung festlegt. Da im ersten Jahr parallel die Theoriekurse und die Selbsterfahrungsgruppen ablaufen und Sie auch noch Ihre erste Therapie unter Supervision durchführen müssen, sind Sie in diesem Jahr zeitlich sehr beansprucht und sollten keine anderen Engagements beginnen.

Praktische Tätigkeit
Die Ausbildung, die in allen Teilen dem Psychotherapeutengesetz (§ 8 PsychThG) Genüge leistet, umfasst die praktische Tätigkeit sowie die praktische Ausbildung. Diese beiden Begriffe dürfen nicht verwechselt werden.

Die praktische Tätigkeit findet in Einrichtungen statt, zu deren Arbeitsschwerpunkt die Durchführung von Psychotherapien gehört, so dass sie die Umsetzung der theoretisch-methodischen Ausbildungsinhalte in die Berufspraxis ermöglichen und gewährleisten.

Mit praktischer Ausbildung sind – entsprechend dem Psychotherapeutengesetz – die 600 Stunden Patientenbehandlung unter Supervision gemeint, die erst nach Ableistung der Praktischen Tätigkeit beginnen.

Diese 600 Stunden werden nicht in der Klinik, sondern der Ambulanz des SBT-Instituts oder einer anderen Lehrpraxis absolviert.
Therapeuten in der Praktischen Tätigkeit sollen an Fallkonferenzen, Teamsitzungen und klinikinternen Supervisionsveranstaltungen beteiligt werden.
Bei der Vergabe der Praktikumsplätze wenden die Kliniken bzw. Institutionen ihr eigenes Bewerbungsverfahren an. Die AusbildungsteilnehmerInnen bewerben sich selbstständig.

Kooperationspartner für die Praktische Tätigkeit

Die SBT in Berlin GmbH unterhält einige Kooperationsvereinbarungen mit Kliniken und Praxen. Grundsätzlich sollten AusbildungskandidatInnen unseres Instituts die Praktische Tätigkeit in einer der bereits kooperierenden Einrichtungen durchführen. Sofern die notwendigen Voraussetzungen, die die Ausbildungs- und Prüfungsord¬nung vorgibt, gegeben sind, können AusbildungskandidatInnen grundsätzlich bereits nach Unterzeichnung bzw. Datierung der Kooperationsvereinbarung ihre Praktische Tätigkeit in der Kooperationsstätte beginnen.

Orientierungsgespräche und Zwischenprüfung

Für alle Anliegen und Themen, die die AusbildungsteilnehmerInnen einbringen wollen, haben wir die Orientierungsgespräche zum Ausbildungsverlauf etabliert, die Sie mit ihren jeweiligen LeiterInnen einmal im Ausbildungsjahr führen sollen.
Die TeilnehmerInnen teilen den LehrgangsleiterInnen den Beginn der Praktischen Tätigkeit bzw. Ihre Bemühungen, einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden, sowie den angedachten Ort und Beginn der Praktischen Ausbildung mit.

Zwischenprüfung

Die institutsinterne Zwischenprüfung findet nach der Hälfte der Ausbildungszeit statt.

Es handelt sich um eine 2-stündige schriftliche Prüfung mit verschiedenen Aufgaben. Die Inhalte beziehen sich – anders als bei der staatlichen Prüfung! – ausschließlich auf bis dahin unterrichtete Inhalte.
Es erfolgt keine Benotung, sondern nur eine Beurteilung nach bestanden und nicht bestanden.
Werden weniger als 60 % aller Fragen richtig beantwortet, so gilt die Zwischenprüfung als nicht bestanden. In diesem Fall muss sich die TeilnehmerIn einer mündlichen Zusatzprüfung bei Lehrgangs- und Ambulanzleitung unterziehen, ehe sie mit der Praktischen Ausbildung beginnen kann.
Letztlich dient die Zwischenprüfung der gegenseitigen Information von Institutsleitung und AusbildungsteilnehmerIn über den bis dahin erreichten Wissensstand.

 

Praktische Ausbildung und Supervision
Grundlagen der Institutsambulanz

Das Ausbildungsinstitut SBT in Berlin verfügt über eine eigene Ausbildungsambulanz.
Bevorzugter Ort hierfür ist die Institutsambulanz in den Räumlichkeiten des kooperierenden MVZ für Entwicklungsförderung. Sie befindet sich im Institut selbst bzw. MVZ für Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen GmbH in Berlin Lichterfelde-Ost, Schillerstr. 14 oder Berlin-Neukölln Karl-Marx-Str. 80.

Im Rahmen der Ausbildung ist es möglich, eigene Behandlungserfahrungen an PatientInnen zu erwerben. In der Institutsambulanz können die KandidatInnen nach der Zwischenprüfung ihre praktische Ausbildung mittels eigener Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen absolvieren.

Vor dem Hintergrund mehrerer rechtlicher Grundlagen ist die Patientenbehandlung von AusbildungskandidatInnen unseres Ausbildungsinstituts in Institutsambulanz und Lehrpraxen wie das MVZ für Entwicklungsförderung möglich.

Die Einhaltung von Psychotherapeutengesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung wird durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales LAGeSo kontrolliert.

Das LAGeSo hat dem Institut die Genehmigung zur Durchführung der Ausbildung erteilt. Es überprüft jeden neuen Kooperationspartner (Klinik, Lehrpraxis usw.) und ist für die Abschluss¬prüfung zuständig. Die Behandlungen in der Ambulanz finden auf Basis einer Ermächtigung durch den Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung statt. Nur mittels dieser Ermächtigung ist die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung erlaubt.

Wie komme ich in der Ambulanz an Räume?

Nach erfolgreich absolvierter Zwischenprüfung teilen Sie der jeweils zuständigen Ambulanzleitung mit, wann und wo Sie mit der Praktischen Ausbildung beginnen wollen.

Supervision und Supervisoren

Grundsätzlich kann Supervision nur bei SupervisorInnen stattfinden, die seitens des Instituts als solche anerkannt und dem Landesprüfungsamt sowie dem Zulassungsausschuss benannt wurden.
Die AusbildungsteilnehmerInnen sollen die 150 Supervisionsstunden gleichmäßig auf die 600 Behandlungsstunden verteilen.

100 Stunden Supervision finden in Gruppen statt. Hierzu müssen sich je mindestens vier AusbildungsteilnehmerInnen selbst in Gruppen organisieren und dann mit einem Supervisor Termine vereinbaren. Für die 50 Stunden Einzelsupervision können die AusbildungsteilnehmerInnen zu einem Supervisor ihrer Wahl Kontakt aufnehmen und mit diesem Termine vereinbaren.

Die Gruppensupervision kann auch jahrgangsübergreifend organisiert werden. Lässt sich aus organisatorischen Gründen nur eine Dreiergruppe bilden, so muss seitens der GruppenteilnehmerInnen ein Ausgleichsbetrag an das Institut für den Mehraufwand bezahlt werden.

Für die Einzelsupervision empfehlen wir eine schriftliche Vereinbarung zwischen SupervisorIn und SupervisandIn, damit es bzgl. Termingestaltung und Ausfallhonorar zu keinen Miss¬verständnissen kommt.
Die SupervisorInnen stellen ihre Leistung der SBT in Berlin GmbH in Rechnung.

Lektüre und Verbesserung von Berichten und abschließenden Dokumentationen sind durch das Supervisorenhonorar bereits vergütet. Es ist nicht vorgesehen, Supervisionsstunden ohne persönlichen Kontakt zum Supervisanden (also z. B. für Lektüre) abzurechnen.

Grundsätzlich soll die Supervision der 600 Behandlungsstunden bei insgesamt 3 SupervisorInnen erfolgen. Im Einzelfall kann auch ein weiteres Mal gewechselt werden. Bei einem Supervisor sollen aber mindestens 20 Stunden absolviert werden
Unabhängig vom Wohn- und Arbeitsort der jeweiligen SupervisorInnen findet Supervision im Normalfall in Berlin statt. Gruppensupervision wird meist in den Räumen der Institutsambulanz durchgeführt. Für die Einzelsupervision werden meist Praxisräume oder Büros der SupervisorInnen aufgesucht. Letztlich hängen die Modalitäten von den Absprachen mit den SupervisorInnen ab.

Berichtswesen

Im Laufe der Behandlung ist zu Beginn und zum Ende der Therapie, mindestens aber einmal im Jahr ein kurzer Bericht an den Haus- oder Kinderarzt zu schreiben – es sei denn, die Eltern/Patienten haben der Berichterstattung schriftlich widersprochen (Formular „Berichtspflicht“). Der Bericht ist der Ambulanzleitung zur Gegenzeichnung vorzulegen.

Der Bericht muss mindestens folgende Angaben enthalten:

– Name, Geburtsdatum, Anschrift des Patienten
– Alle Diagnosen nach ICD-10
– Zeitraum und Umfang der Behandlung (Datum des Erstkontakts, Anzahl der probatorischen oder Therapiestunden, Abschluss der Behandlung mit Datum)
– Angabe der angewandten psychodiagnostischen Verfahren mit Ergebnissen in Kurzform.
– Bemerkungen zum Therapieverlauf und zur weiteren Prognose.
– Abschluss mit Unterschrift der AusbildungskandidatIn und der Ambulanzleitung.

Für den Bericht ist der Briefkopf der Ambulanz zu verwenden.

Abschluss der Praktischen Ausbildung

Die Praktische Ausbildung endet grundsätzlich nach 600 Behandlungsstunden.
Zu den 600 Stunden zählen: Erstgespräch (Vertiefte Exploration und Biographische Anamnese), Probatorische Sitzungen, Psychotherapeutische Gespräche (nur, wenn mindestens 50 Min. Dauer), Psychotherapiesitzungen.

 

Prüfungen und weitere Qualifikationen

Vorgehensweise für die Abschlussprüfung
• Als erstes teilen Sie der Ausbildungsleitung (Dr. Rosero) mit, dass Sie beabsichtigen, sich zur Prüfung zu melden. Diese mündliche oder schriftliche Meldung muss für die Frühjahrsprüfung bis 20.12., für die Herbstprüfung bis 20.5. erfolgen.

• Die Ausbildungsleitung meldet die Prüflinge mit Name und Adresse an das Landesprüfungsamt (LPA).

• Daraufhin erhalten Sie Post seitens des LPA. Es wird Ihnen detailliert mitgeteilt, welche Unterlagen Sie einzureichen haben. Der Termin für die Einreichung der Unterlagen liegt Mitte Februar für die Frühjahrsprüfung, Mitte Juli für die Herbstprüfung.

• Von den einzureichenden Unterlagen müssen zwei Dokumente durch die Ausbildungsleitung erstellt werden:

• Die Erklärung, ob die Ausbildung in Teil- oder Vollzeit erfolgt ist.

• Der Nachweis, dass alle Ausbildungsbestandteile absolviert wurden.

Damit dieses Dokument erstellt werden kann, müssen Sie das Studienbuch und evtl. weitere Nachweise persönlich bei der Ausbildungsleitung abgeben. Sie erhalten dann wenige Tage später das Dokument und können alle vom LPA geforderten Unterlagen gesammelt an das LPA senden.

Seitens des LPA ist eine Kontrolle der Studienbücher nicht vorgesehen. Das LPA prüft allerdings, ob die benannten Einrichtungen (Praktische Tätigkeit, Praktische Ausbildung) und Personen (SupervisorInnen) anerkannt waren oder nicht. Die Studienbücher verbleiben beim Institut.
Zusatznachweise sind nur dann erforderlich, wenn explizit vom LPA gefordert. Dies gilt bislang nur für den Fall, dass die 1800 Stunden in einem Zeitraum von weniger als 1½ Jahren absolviert wurden. Für diesen Fall verlangt das LPA die stundenweise Aufschlüsselung, wann ambulante und wann stationäre Stunden erbracht wurden.
Grundsätzlich kann die Zulassung zur Prüfung nur erfolgen, wenn alle Ausbildungsbestandteile vollständig nachgewiesen wurden. Allerdings ist ein Nachreichen von Unterlagen bis vier Wochen vor der Prüfung grundsätzlich noch möglich. Insbesondere können die ausführlichen Falldarstellungen nachgereicht werden.
Ausführliche Falldokumentationen

Im Verlauf der 600 Behandlungsstunden müssen von sechs Fällen, darunter mindestens zwei Langzeittherapien, alle anderen Fälle mindestens 25 Behandlungsstunden, ausführliche Falldokumentationen erstellt werden.
Dabei ist die Gliederung einzuhalten, die sich in der Datei bzw. im Ordner Formulare findet.
Beim SBT-Institut müssen insgesamt sechs Falldarstellungen eingereicht werden. Zwei davon gehen an das LPA bzw. die Prüfungskommission. Diese beiden sind seitens der AusbildungskandidatInnen zu kennzeichnen und sechsfach zu vervielfältigen (1 Exemplar SBT in Berlin, 4 Exemplare Prüfungskommission, 1 Exemplar LPA).
Alle Falldarstellungen müssen vor der Abgabe im Institut vom jeweiligen Supervisor anerkannt worden sein. Vor Einreichung beim LPA muss darüber hinaus eine Bestätigung durch das SBT in Berlin erfolgen.
Wenn Sie sich dann zur Prüfung anmelden, können eventuelle Hinweise des Gutachters bereits eingearbeitet sein.

Prüfungsleistungen
Die schriftliche Prüfung durch LAGeSo erfolgt im Landesverwaltungsamt.
Genauer Termin und Ort werden rechtzeitig durch das LPA bekannt gegeben.
Für die mündlichen Prüfungen kann der Termin seitens des SBT-Instituts frei bestimmt werden.
Die Prüfungen finden in der Institutsambulanz in Berlin statt. Die Terminwahl hängt von den zeitlichen Kapazitäten der Prüfer ab. Im Normalfall wird ein Abstand von 3 bis 6 Wochen zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung eingehalten.
Die Ergebnisse der schriftlichen und der mündlichen Prüfungen sind insoweit unabhängig voneinander, dass bei Nichtbestehen der schriftlichen Prüfung die mündlichen Teile dennoch zählen würden und nicht nachgeholt werden müssen.
Die Prüfungskommission für die mündliche Prüfung besteht aus vier Mitgliedern, unter denen mindestens ein Arzt sein muss und von denen mindestens zwei nicht unserem Institut angehören dürfen. Zwei der PrüferInnen müssen eine Supervisorenanerkennung haben.
Die Mitglieder der Prüfungskommission werden seitens des SBT in Berlin GmbH vorgeschlagen und dann vom LPA bestätigt. Das LPA wird bei der Prüfung selbst nicht zugegen sein – es ist ausreichend, dass der Prüfungsverlauf durch das SBT in Berlin GmbH protokolliert wird.
Selbsterfahrungsleiter dürfen keine KandidatInnen prüfen, die bei ihnen Selbsterfahrung gemacht haben.
Die mündlichen Prüfungen bestehen aus der Einzelprüfung mit Fallvorstellung und Fragen zum Fall sowie der Gruppenprüfung (Gruppen zu 2 bis 4 Prüflingen) zu fachlichen Fragen.
Bei beiden Prüfungen ist pro KandidatIn mit einer Zeitdauer von ca. 30 Min. zu rechnen.

Die Fragen zum Fall und die Gruppenprüfung beziehen sich auf den Stoff, der im Rahmen der vertieften Ausbildung gelehrt wurde, inklusive wichtiger hierbei genannter Literatur. Das Ergebnis der mündlichen Prüfungen wird sofort seitens der Prüfungskommission mitgeteilt.
Bei Nichtbestehen der mündlichen Prüfung erfolgen Auflagen zur Fortsetzung der Praktischen Ausbildung. Den Umfang legt die Prüfungskommission fest. Dieser Empfehlung wird das LPA im Normalfall folgen.

Nach Absolvieren und Bestehen der Prüfungen erhalten die KandidatInnen ein Zeugnis des LPA. Die Beantragung der Approbation ist davon unabhängig. Diese kann schon während der Prüfungen erfolgen, so dass eine zeitnahe Bearbeitung möglich ist.
Der Fachkundenachweis ist für das LPA irrelevant und wird seitens des SBT in Berlin GmbH ausgestellt. Er ist erforderlich für den Eintrag ins Arztregister und die Abrechnung mit den Krankenkassen.
Für weitere Details zur Prüfung ist auf die Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen (PsychThAPrV und KJPsychThAPrV) zu verweisen.

 

Ergänzungsqualifikation Kinder und Jugendliche
Mit der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten wird zwar bereits die berufsrechtliche Anerkennung zur Durchführung von Psychotherapie mit allen Altersgruppen erlangt, nicht aber die sozialrechtliche. Um Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren behandeln zu können, benötigen Psychologische Psychotherapeuten eine Ergänzungsqualifikation.
Diese kann im Rahmen der Ausbildung am SBT in Berlin GmbH erworben werden, bedarf aber eines zusätzlichen Ausbildungsvertrages.

Die erforderlichen Theoriestunden können nach Absprache mit der Ausbildungsleitung als Gasthörer in bestehenden SBT-KJ-Kursen absolviert werden.
Während der Praktischen Ausbildung sind insgesamt weitere 180 Behandlungsstunden mit Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahren zu erbringen (Institutsambulanz oder Lehrpraxen) unter 45 Stunden Supervision.
Die Supervision ist selbst zu finanzieren. Von der Bezahlung der Krankenkassen für diese 180 Behandlungsstunden werden 50 % an die AusbildungskandidatInnen ausgezahlt.

 

Die Dozenten und Supervisoren unserer Akademie

Dipl.-Psych. Daniela Milew Berlin
Dipl.-Psych. Constanze Meyer Berlin
Dipl.-Psych. Sonja Leier Berlin
Dipl.-Psych. Etleva Gjoni Berlin
Dipl.-Psych. Ali Baioui Berlin
Dipl.-Psych. Benedikt Reuter Berlin
Dipl.-Psych. Martin Vogel Berlin
Dipl.-Psych. Christine Szkudlarek-Althaus Berlin
Dr. med. Schirmer Berlin
Dr. med. Rainer Stiff Berlin
Dr. med Basel Allozy Berlin
Prof. Dr. Peter Greven Berlin
Dr. med. Salah Bsat Berlin
Dr. med. Rainer Semmelbeck Berlin
Dr. med. Jürgen Kummer Berlin
Dr. med. Roland Burghardt Berlin