I. Theoretische Ausbildung (Vorlesungen, Seminare, Kurse)
Vorlesungen und Praxisseminare haben einen Umfang von mindestens 600 Stunden (bei Ärztlichen WB-Kandidaten sind das weniger Stunden entsprechend der WB-Ordnung) und vermitteln die im Curriculum genannten Ausbildungsinhalte in Vorlesungs- und Kursblöcken, die thematisch anders zusammengesetzt sind als die im Curriculum genannten Inhalte. Sie bilden zum Teil eine Mischung von Theorie-und Praxisthemen, sowie von Grundlagen und vertiefter Ausbildung. Dadurch wird der Transfer der Grundlagentheorie in Klinik und Praxis gewährleistet. Grundlagen werden in Vorlesungen vermittelt.
In der Regel finden die Seminare samstags und sonntags statt.
Qualitätssicherung der Theorievermittlung:
Zum Abschluss jedes Themenblocks gibt der Dozent Selbstprüfungsaufgaben aus, die inhaltlich den Stoff seines Vorlesungs-/Seminarthemas umfassen. Sie haben auf diese Weise die Möglichkeit, sowohl die praxis- als auch die prüfungsrelevanten Aspekte zusammenfassend dargelegt zu bekommen.
Bei der dreijährigen Ausbildung finden drei Jahre lang Theoriekurse statt (gilt nicht für Ärzte).
Auch bei der fünfjährigen Ausbildung (gilt nicht für Ärzte) finden nur drei Jahre lang Theoriekurse statt. Im vierten und fünften Jahr stehen die Interaktiosbezogene Fallarbeit (IFA) und Kasuistik, Durchführung eigener Therapie unter Supervision im Vordergrund, sowie im fünften Jahr Ihre Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung.

 

II. Praxis unter Supervision (mindestens 600 Stunden Praxis und
mindestens 150 Stunden Supervision gemäß § 4 PsychTh-AprV, für Ärzte gelten andere Regularien – es sind andere Stundenzahlen, aber das Prinzip ist gleich)

Sie führen eigene Therapien unter Supervision durch:
Ihre Therapien: Behandlung von mindestens 12 Fällen mit insgesamt mindestens 600 Stunden. Diese Fälle müssen sich bezüglich Diagnose, Therapieverfahren und Alter der Patienten unterscheiden. Die ambulanten Behandlungen werden in der SBT-Ambulanz oder in Lehrpraxen der SBT oder in kooperierenden Einrichtungen (z. B. psychiatrische Klinik, psychotherapeutische Klinik) durchgeführt. Im Gegensatz zu früher verbietet das Gesetz und die staatliche Ausbildungsverordnung die Durchführung zuhause oder in einer eigenen Praxis. Mit den Kassen abgerechnete Therapien dürfen an keinem anderen Ort durchgeführt werden.
Supervision nach jeder vierten Therapiestunde: Es sind für 600 Stunden praktischer Behandlung mindestens 150 Stunden Supervision erforderlich. Mindestens 50 Stunden müssen als Einzelsupervision erfolgen.
Bei Gruppensupervision gilt: Eine Doppelstunde Gruppensupervision wird wie zwei EinzelStunden gerechnet. Gruppensupervision findet mit vier Teilnehmern statt (einmal monatlich an einem Abend unter der Woche). Im ersten Ausbildungsabschnitt findet eine Zuordnung zu Supervisionsgruppen statt, die gleichzeitig Kleingruppen mit Betreuung durch einen Mentor sind, der in der Regel der Supervisor der Gruppe ist.
Die Supervision der Ausbildungstherapien erfolgt nach der staatlichen Ausbildungsverordnung im Lauf der Ausbildung durch mindestens drei anerkannte Supervisoren zu etwa gleichen Teilen. Uns ist es ein großes Anliegen, dass Sie auch nach der Zwischenprüfung engmaschig betreut werden. Dies erfolgt durch folgendes Mentorensystem: Sie nehmen den Hauptanteil Ihrer Einzelsupervisionen (z. B. 40 ) in der Zeit bis zur Abschlussprüfung bei einem von Ihnen gewählten Mentor-Supervisor, dessen Aufgabe es ist, Sie zur Prüfung hinzuführen – mit präzisem persönlichem Feedback zum Stand Ihrer Entwicklung als Therapeutenpersönlichkeit und Ihrer Fachkompetenz. Die genannten Stunden sind Mindestangaben. Sie können selbst entscheiden, punktuell mehr SupervisionsStunden zu nehmen, wenn Sie dies für Ihren indivuellen Fortgang für hilfreich halten.

 

III. Selbsterfahrung (gemäß § 5 PsychTh-AprV)
Die Selbsterfahrung ist ein sehr spannender Teil der Ausbildung. Sie befassen sich mit Ihrer eigenen Biographie, ihrem Elternhaus, Ihrer Entwicklung in Kindheit und Jugend, Ihren heutigen Beziehungen und Ihrer heutigen Persönlichkeit. Sie üben sich im Wahrnehmen eigener Gefühle, Bedürfnisse, Ängste und in der Empathie für andere.
Die Selbsterfahrung besteht aus mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung einzeln und in der Gruppe. Oft reicht eine Gruppenselbsterfahrung, Ärzte absolvieren 150 Stunden. Der Ausbildung vorausgehende Selbsterfahrung kann leider gemäß Vorgabe durch die staatliche Ausbildungsverordnung nicht anerkannt werden. Vom Ausbildungsinstitut werden Ihnen jahrgangsbezogene Termine zur Gruppenselbsterfahrung vorgeschlagen, die von den Jahrgangsteilnehmern wahrzunehmen sind. Die Selbsterfahrung findet in der Regel in einer gleichbleibenden Gruppe bei einem Selbsterfahrungsgruppenleiter im ersten Ausbildungsjahr statt. Die Ausbildungsleitung kann Abweichungen der Selbsterfahrung dahingehend vornehmen, dass es im Einzelfall die Stundenzahl zusätzlich erforderlicher Einzelselbsterfahrung festlegt. Da im ersten Jahr parallel die Theoriekurse und die Selbsterfahrungsgruppen ablaufen und Sie auch noch Ihre erste Therapie unter Supervision durchführen müssen, sind Sie in diesem Jahr zeitlich sehr beansprucht und sollten keine anderen Engagements beginnen.

 

V. Klinisch-praktische Tätigkeit
Das 1200-stündige Psychiatriepraktikum (gilt nicht für Ärzte) kann abgeleistet werden in: „einer Institution, die als ärztliche Ausbildungsstätte in Psychiatrie anerkannt ist” (§ 2 PsychTh-AprV), also in einer Psychiatrischen Klinik. Das 600-stündige Psychotherapiepraktikum (gilt nicht für Ärzte) kann in einer Einrichtung oder Praxis abgeleistet werden, die mit einem Kostenträger der Kranken- oder Rentenversicherung Psychotherapie abrechnen, die also aktiv an der psychotherapeutischen Krankenversorgung beteiligt ist, also einer psychologisch-psychotherapeutischen Praxis oder psychosomatisch-psychotherapeutischen Klinik – und natürlich auch in unserer SBT-Institutsambulanz.

 

Kooperierende Einrichtungen

Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie

Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe Prof. Dr. med. Vjera Holthoff-Detto Höhensteig 1, 12526 Berlin
Schlosspark-Klinik Prof. Dr. med. Tom Bschor Heubnerweg 2, 14059 Berlin
Jüdisches Krankenhaus Berlin, Abt. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Priv.-Doz. Dr. med. Peter Neu Heinz Galinski-Straße 1, 13347 Berlin
AHG Klinik Waren CA Dr. Kristof Am Kurpark 1, 17192 Waren
Martin Gropius Krankenhaus Prof. Hubertus Adam  Dr. med. A. Grimmberger Oderberger Straße 8, 16225 Eberswalde,
Krankenhaus Angermünde  CA Dr. Sander Rudolf-Breitscheid-Straße 37, 16278 Angermünde
Charité Universitätsmedizin Berlin Campus Benjamin Franklin  Prof. Dr. Isabella Heuser  Campus Benjamin Franklin, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin
Fliedner Klinik Berlin  CA Dr. Mazda Adli  Markgrafenstraße 34, 10117 Berlin
Asklepios Fachklinikum Lübben & Teupitz  Prof. Dr. Stefan Kropp  Buchholzer Straße 21, 15755 Teupitz

Zahlreiche Lehrpraxen für Psychotherapie

Die Dozenten und Supervisoren unserer Akademie

Dr. med Wolfgang FischerBerlin
Dr. med. Jörg HelmigBerlin
Prof. Dr. Vjera Holthoff-DettoBerlin
Dr. phil. Dipl.-Psych. Jürgen OrtmannBerlin
Dr. Jaime Rosero-MaquilónBerlin
Dr. med. Lars TheßenBerlin
Dr. med. Stefan WeinmannBerlin
Dipl.-Psych. Ali BaiouiBerlin
Dipl.-Psych. Ralf Raffael BrentanoBerlin
Dipl.-Psych. Etleva GjoniBerlin
Dipl.-Psych. Sonja LeierBerlin
Dipl.-Psych. Constanze MeyerBerlin
Dipl.-Psych. Daniela MilewBerlin
Dipl.-Psych. Benedikt ReuterBerlin
Dipl.-Psych. Katharina SchulzBerlin
Dipl.-Psych. Christine Szkudlarek-AlthausBerlin
Dipl.-Psych. Martin VogelBerlin
Dipl.-Psych. Bianca RodensteinGörlitz
Dr. med. Franz Otto Ambrass-KriwattHamburg
Dr. Rolf WiniarskiHamburg
Dipl.-Psych. Ludwig J. GrepmairRegensburg
Dr. med. Beate DeckertWürzburg