Lexikon der Verhaltenstherapie

Aphasie

Eine Aphasie (von griechisch aphasia „Sprachlosigkeit“) ist eine Sprechstörung, die durch eine Schädigung oder Läsion in der dominanten, also meist der linken Gehirnhälfte hervorgerufen wird. Sie tritt nach dem abgeschlossenen Erwerb der Sprache beim Erwachsenen auf und wird durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen. Dazu gehören unter anderem Schlaganfälle, Gehirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumata oder Tumore. Aphasien wirken sich nicht nur auf das Sprechen selbst, sondern auch auf alle weiteren Bereiche der Sprache aus. So leiden Patienten auch unter Schwierigkeiten mit dem Verstehen, dem Schreiben, Lesen und Bereichen der nichtsprachlichen Kommunikation. Der Schweregrad der Beeinträchtigung ist dabei individuell.

Apoptose

Der Begriff „Apoptose“ beschreibt den programmierten Tod einer Zelle. Es gibt verschieden Arten des Zelltods, die sich darin unterscheiden, wie er initiiert wird. Der Zelltod ist für die normale Entwicklung und das Funktionieren des Lebewesens lebensnotwendig. Auf diese Weise können intakte oder potenziell schädliche Zellen eliminiert und die Größe eines Gewebes kontrolliert werden.

Apraxie

Die Apraxie ist eine Störung der Ausführung zielgerichteter und geordneter Bewegungen bei intakter motorischer Funktion. Im Patienten liegt dabei weder eine Lähmung noch eine Ataxie vor. Unwillkürliche, ungeplante Bewegungen können normal und koordiniert ausgeführt werden. Besonders die Mimik des Gesichts, die Sprache und die Sprechwerkzeuge, die Gestik und feinmotorische Handbewegungen, die etwa für den Gebrauch von Werkzeugen gebraucht werden, sind davon betroffen. Apraxien werden meistens durch Hirnschädigungen in der sprachdominanten Großhirnhälfte des Betroffenen verursacht. Am häufigsten geschieht das durch einen Schlaganfall. Weitere Ursachen können Hirntumore, Demenz, Apoplex, Multiple Sklerose, Enzephalitis oder Alkoholismus sein.