Lexikon der Verhaltenstherapie

Bedarfsermittlungsbogen

Ein Bedarf umschreibt den Wunsch einer Person, der aus einem Mangel resultiert.
Bei einem Bedarfsermittlungsbogen wird dieser Bedarf in einem Formular eingetragen und in schriftlicher Form erfasst. So wird eine übersichtliche Ansicht geschaffen, die alle wichtigen Informationen über den Bedarf eines Patienten erhält.

Beeinträchtigung

Menschen sind beeinträchtigt, wenn ihre geistige Fähigkeit, seelische Gesundheit oder die körperliche Funktion länger als ein halbes Jahr von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und dadurch ihre Teilnahme am Leben in der Gesellschaft eingeschränkt ist. Eine Beeinträchtigung (umgangssprachlich auch als eine Behinderung bekannt) kann z.B. eine LähmungSprachentwicklungsstörungen oder Schwerhörigkeit als Folge einer Schädigung sein.

Bestallung (Heilpraktiker)

Heilpraktiker dürfen ihre Tätigkeit ohne Bestallung ausführen, das heißt, dass sie vor dem Gesetz keine Ärzte sind. Das impliziert beispielsweise, dass sie keine rezeptpflichtigen Medikamente verschreiben dürfen.

Bewegungsapparat

Der Bewegungsapparat beschreibt ein komplexes Organsystem. Man unterscheidet dabei zwischen passiv und aktiv. Der passive Bewegungsapparat (auch Stützapparat genannt) besteht aus Knochen, Gelenken, Bändern und Bandscheiben und beschreibt alle nicht beweglichen Teile. Der aktive Bewegungsapparat hingegen beschreibt den beweglichen Teil und umfasst somit Muskeln, Sehnen und Faszien. Der Bewegungsapparat ermöglicht eine zielgerichtete Bewegung des menschlichen Körpers, während er gleichzeitig in festgelegter Form bleibt. Dazu wird ein perfektes Zusammenspiel des passiven und aktiven Bewegungsapparates benötigt. Bei Knieschmerzen oder Überbelastung der Gelenke spricht man allgemein von Erkrankungen des Bewegungsapparates. Sie werden meist als große Einschränkung empfunden, da sie die Bewegungsfreiheit im alltäglichen Leben stark beeinflussen. Um dem entgegenzuwirken eignen sich beispielsweise Entspannungsmethoden, wie die Klangmassage.

Bewusstsein

Bewusstsein ist im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zustände und Prozesse. Durch die vielseitige Anwendung dieses Begriffes ist eine allgemeingültige Definition jedoch schwierig. Es umfasst im Allgemeinen unsere Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühle und Gedanken, wie auch unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Wünsche. Das Bewusstsein unterscheidet uns Menschen eindeutig von den Tieren. Man kann verschiedene Bewusstseinszustände unterscheiden, z.B. den Wachzustand, Schlaf, Trance und Bewusstlosigkeit. Dies verdeutlicht, dass wir nicht alles was passiert bewusst wahrnehmen. Vieles dringt nicht in unser Bewusstsein und bleibt unterbewusst.