Lexikon der Verhaltenstherapie

Chiropraktik

Die Chiropraktik basiert auf einer Grifftechnik, um verschobene Wirbel und Gelenke zu richten. Demnach sollen viele körperliche Beschwerden aus diesen Blockaden resultieren, welche durch die bloße Arbeit mit den Händen, Drücken und Ziehen gelöst werden sollen. Die Ausübung der Chiropraktik ist den Chiropraktikern und Chiropraktoren vorbehalten. Diese unterscheiden sich in ihrer Ausbildungszeit: während Chiropraktoren ein ca. fünfjähriges Studium an einer Universität ablegen, benötigt man für die Ausbildung zum Chiropraktiker keine Mindeststundenanzahl. Auch Ärzte dürfen Chiropraktiken ausüben, sofern sie eine Weiterbildung zum Chirotherapeuten absolviert haben.

Chirurgie

Die Chirurgie setzt sich als Teilgebiet der Medizin mit der Prophylaxe, der Diagnose und der operativen Behandlung von Krankheiten und Verletzungen auseinander. Schon in der Steinzeit können erste chirurgische Eingriffe nachgewiesen werden, die von den Patienten überlebt wurden. In der Umgangssprache wird mit „Chirurgie“ auch die allgemeinchirurgische Abteilung eines Krankenhauses bezeichnet. In der chirurgischen Medizin wird eine Bandbreite verschiedener Pathologien behandelt. Dazu gehören Verletzungen und Verletzungsfolgen, erworbene oder angeborene Formveränderungen oder Fehlbildungen an Gefäßen, Organen, dem Herzen oder dem Stütz- und Bewegungsapparat. Auch die Wiederherstellungs- und Transplantationschirurgie gehören in das Arbeitsfeld eines Chirurgen. Die Fachrichtung Chirurgie teilt sich in diverse Unterkategorien auf. Dazu gehören die allgemeine Chirurgie, die Gefäßchirurgie, die Unfallchirurgie und Orthopädie, die Thorax- und Viszeralchirurgie, Herzchirurgie, Kinderchirurgie und auch die plastische Chirurgie. Der Fokus der Chirurgie liegt in diesen Feldern besonders auf der operativen Therapie. Eine Heilung kann also nur durch einen invasiven, operativen Eingriff eingeleitet werden.

Chronische Erkrankung

Eine Erkrankung ist dann chronisch, wenn sie für länger als vier Wochen anhält. Dadurch grenzen sich chronische Erkrankungen von akuten Erkrankungen ab, die nach ihrem schnellen Ausbruch nur etwa drei bis vierzehn Tage andauern. In Deutschland leiden etwa 20% der Bevölkerung an einer chronischen Erkrankung. Der Verlauf einer chronischen Erkrankung ist von der Art der Krankheit abhängig und kann daher von heilbar bis tödlich reichen. Es wird deshalb unter perakuten, subakuten, subchronischen, chronisch-progredienten, prolongierten und transitorischen Abläufen unterschieden. Perakute chronische Erkrankungen treten plötzlich auf und enden häufig tödlich. Subakute Krankheiten liegen mit einer Dauer zwischen zwei bis vier Wochen an der Grenze von der akuten zur chronischen Krankheit. Subchronische Krankheiten entsprechen in ihrer Dauer den chronischen Erkrankungen, fallen symptomatisch aber deutlich schwächer aus. Chronisch-progrediente Erkrankungen bleiben lange bestehen und verschlimmern sich, je weiter sie in ihrem Verlauf fortschreiten. Krankheiten sind prolongiert, wenn sie eine untypische lange Krankheitsdauer aufweisen. Transitorische Krankheiten dagegen sind nur vorübergehende Störungen des Körpers. Die häufigsten chronischen Erkrankungen sind Lungenkrankheiten, Krankheiten des Verdauungssystems, ParkinsonMultiple SkleroseRheumaDiabetes mellitus, Suchterkrankungen oder Krebs.