Lexikon der Verhaltenstherapie

Elternarbeit

Als Elternarbeit bezeichnet man die kooperative Zusammenarbeit von Eltern und Pädagogen im Rahmen pädagogischer und therapeutischer Einrichtungen, die von Kindern besucht werden. Das übergreifende Ziel ist es dabei, eine einheitliche Erziehungspartnerschaft zwischen den in der Einrichtung und im Zuhause anwesenden Erwachsenen zu schaffen. So werden zum Beispiel pädagogische Fortbildungen und Lernangebote für Eltern offeriert, um das allgemeine Erziehungsverhalten dieser zu verbessern. Dazu bedarf es beispielsweise einer Offenlegung und Abstimmung der Erziehung und der verwendeten Maßnahmen zwischen Familien und außerfamiliären Erziehungseinrichtung. Auch die Verbesserung der Erziehungssituation in der außerfamiliären Einrichtung unter Einbeziehung der Eltern soll mit Hilfe von regelmäßig stattfindenden Gesprächen zwischen Eltern und Repräsentanten der Institution geschafft werden.

Elterntraining

Beim Elterntraining werden die Eltern trainiert und eingeladen Ihre Wahrnehmung, ihre Reaktionen auf das Verhalten des Kindes in der Mikroebene zu verändern, zu erweitern und anzupassen um eine verbesserte Interaktion und familiendynamik mit ihren Kindern zu erreichen. Die Eltern werden sicherer und reagieren ruhiger auf das Problemverhalten ihrer Kinder. Es werden alte Verhaltensmuster abgebaut, neue Anhand von Aufklärung, Theorie und Praktischen Übungen trainiert. Durch den Austausch in der Gruppe mit anderen betroffenen Eltern fühlen sich die Eltern weniger alleine und mehr akzeptiert und verstanden.