Lexikon der Verhaltenstherapie

Ergotherapie

Die Therapieform der Ergotherapie befasst sich mit der Unterstützung und Begleitung von handlungsbeeinträchtigten Menschen durch eine gezielte Einübung und richtige Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen. Das medizinische Verfahren kann bei Menschen jeden Alters im Rahmen der Rehabilitation bei Störungen der motorischen oder sensomotorischen Fähigkeiten zum Einsatz kommen. Durch zielgerichtete Übungen soll es dem Patienten ermöglicht werden, wieder in angemessener Form an Alltag, Schule oder Beruf teilnehmen zu können. Unterschieden wird in der Ergotherapie unter den Betätigungsbereichen Produktivität (z.B. putzen, am Computer arbeiten), Selbstversorgung (z.B. essen, duschen) und Freizeit (spielen, Freunde treffen). Ziel ist es, dem Patienten eine möglichst selbstständige und unabhängige Teilnahme am Alltag zu ermöglichen, seiner gesellschaftlichen Isolation vorzubeugen und seine Lebensqualität insgesamt zu verbessern.

Erziehung

Erziehung ist eine Form der Charakterbildung und der Entwicklungsförderung zwischen Menschen. Sie ist soziales Handeln in Form von Handlungen und Maßnahmen, die bewusst und geplant bestimmte Lernprozesse in einer anderen Person auslösen und unterstützen soll, um damit langfristig Verhaltensänderungen zu erreichen. Ihr Ziel ist außerdem die Erlernung von sozialen Normen und Werten. Erziehung ist Gegenstand der Pädagogik. Dabei schließt die Erziehung sowohl erfolglose als auch erfolgreiche Versuche ein, das Verhalten von Mitmenschen, insbesondere Kindern, in die gewünschte Richtung zu lenken. Eltern, Institutionen, Bildung und Umfeld sind darum wichtige Einflussfaktoren in der Erziehung eines Menschen.