Lexikon der Verhaltenstherapie

Heilpädagogik

Die Heilpädagogik, die in Deutschland oft auch als Sonderpädagogik bezeichnet wird, ist ein Teilgebiet der Pädagogik, das sich an Personen jeden Alters richtet, die mit einer Behinderung, einer Entwicklungsverzögerung oder mit Schwierigkeiten in der sozialen Anpassung leben. Das heilpädagogische Handeln ist erzieherisch, analytisch, re-edukativ, konstruktiv und zielgerichtet und kann sich auf Beeinträchtigungen auf körperlicher, sensorischer, geistiger, sozio-affektiver oder psychischer Ebene fokussieren. Die Heilpädagogik legt dabei großen Wert auf Ganzheitlichkeit: die Beeinträchtigung oder Behinderung des Menschen und deren Behebung soll nicht der alleinige Mittelpunkt der Fachdisziplin oder der Therapie sein. Vielmehr wird der ganze Mensch mit seinen Ressourcen, Fähigkeiten, Problemen und seinem sozialen Umfeld betrachtet und bei der Bearbeitung von Problemstellungen und der Erstellung von individuellen Förder- und Behandlungsplänen mit einbezogen. Der Aufgabenbereich des Heilpädagogen erstreckt sich über die pädagogische Assistenz und Begleitung, Früherkennung und Intervention, Beratung von Angehörigen und Therapeuten, psycho-pädagogische und soziale Unterstützung, Diagnostik und das therapeutische Handeln in einem multidisziplinären Team.

Heilpraktikerausbildung

Als Heilpraktiker werden Personen bezeichnet, welche die Heilkunde berufs- oder gewerbsmäßig ausübt, ohne dabei als Ärztin oder Arzt approbiert zu sein. Der Heilpraktikerberuf wird in Deutschland durch das Heilpraktikergesetz geregelt, welche die staatlich angeordnete, schriftliche Prüfung regelt.

Hemiplegie

Körperseitenlähmung

Eine Hemiplegie ist eine vollständige Lähmung einer Muskelgruppe oder einer ganzen Körperseite und ihrer Extremitäten. Sie wird von der Hemiparese abgegrenzt, bei der noch Restaktivität in den betroffenen Körperteilen zu finden ist.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mit diesem Sammelbegriff werden alle Erkrankungen des Herzens und des Blutgefäßsystems abgedeckt. Sie treten in der Regel chronisch auf und gehören in Industrienationen zu den wichtigsten Todesursachen; im Jahr 2008 gehörte in Deutschland jede sechste bis siebte Entlassdiagnose zur Familie der HKL-Erkrankungen. Zu den häufigsten Erkrankungen des Herz-Kreislaufs gehören die Herzinsuffizienz, der Herzinfarkt und die koronare Herzerkrankung. Für die Vorbeuge sind eine gesunde Ernährung, ausreichende körperliche Bewegung und eine generell gesunde Lebensweise zu empfehlen.